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Interview zum Teddy-Hermann-Jubiläum

Die Firma Teddy Hermann feiert 2012 ihr einhundertjähriges Bestehen. Aus Anlass des Jubiläums haben mir die beiden Geschäftsführerinnen Margit Drolshagen und Marion Mehling, zwei Enkelinnen des Firmengründers Bernhard Hermannm , ein Interview gegeben. Es ist im BärReport, Heft 1/2012, erschienen.
Wolfgang Froese


BärReport:
Sie beide haben als Kind den Unternehmensgründer Bernhard Hermann noch persönlich erlebt. Was für ein Mensch war Ihr Großvater?
Margit Drolshagen: Ich erinnere mich sehr gerne und sehr gut an unseren Großvater Bernhard Hermann. Er war ein Mensch, dem vor allem zwei Dinge im Leben wichtig waren: sein Unternehmen und seine Familie. Als Unternehmer war er eine absolut integre Persönlichkeit mit ausgeprägtem Sinn für die Qualität seiner Produkte, einem starken Markenbewusstsein. Was die zukünftige Ausprägung seiner Firma angeht, war er sehr weitblickend. Als Großvater haben wir ihn als einen sehr fürsorglichen und liebevollen Menschen erlebt, aber auch konsequent, wenn es darum ging, seinen Enkeltöchtern Werte zu vermitteln.

BärReport: Gibt es ein bestimmtes Vermächtnis Ihres Großvaters oder auch der Generation Ihrer Eltern, dem Sie sich besonders verpflichtet fühlen?
Marion Mehling: Das Vermächtnis unseres Großvaters Bernhard Hermann an seine Nachkommen sind seine Grundsätze der Unternehmensführung im Sinne eines ehrbaren Kaufmanns. Sein Leitsatz war: “Bernhard Hermann bürgt für Qualität“. Diese Aussage beinhaltet auch die Aufgabe und das Ziel, den Kunden in den Mittelpunkt jeglichen unternehmerischen Denkens und Handelns zu stellen, sie steht für eine Kultur der Partnerschaft und des Vertrauens Lieferanten und Mitarbeitern gegenüber. Für uns sind Geschäftsbeziehungen über Jahrzehnte und Generationen hinweg ebenso keine Seltenheit wie langjährige Mitarbeiter. Des Weiteren vermittelte uns unser Großvater den Glauben an die eigene Schaffenskraft und an die Stärke eines Familienbetriebes.

Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil

(rechts) zeichnet Margit Drolshagen (links) und Marion Mehling (Mitte) mit der Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft aus. Foto: Teddy Hermann.

BärReport: Welche Bedeutung hat allgemein die Firmentradition für Ihr Unternehmen?
Margit Drolshagen: Die Tradition unserer Firma ist uns sehr wichtig – wir fühlen uns verpflichtet, diese weiterzuführen und zu pflegen. Deshalb führen wir die traditionelle Herstellung unserer hochwertigen Sammlerbären in Hirschaid fort und erhalten die große Anzahl alter Schnittvorlagen, verändern sie aber auch, wenn dies der neue Zeitgeist erfordert. Neben der Tradition pflegen wir allerdings auch die Innovation. Es war uns immer bewusst, dass es nicht ausreicht, uns auf die Tradition zu verlassen, sondern dass es nötig ist, auch für die Zukunft die entsprechenden Weichen zu stellen.

BärReport: Sie stellen Teddybären und Plüschtiere gleichermaßen für Kinder und für Sammler her. Welchen Stellenwert haben die beiden Bereiche für Ihr Unternehmen?
Marion Mehling: Wie antworten wohl Eltern auf die Frage „welches Ihrer zwei Kinder lieben Sie mehr?“ Sicher mit „wir lieben beide gleich, auch und weil sie unterschiedlich sind“. Mit unseren Plüschtieren bieten wir Kindern und Erwachsenen preiswerte, aber hochwertige Spielzeuge und Geschenkartikel zum Liebhaben an, die ein Leben lang treue Begleiter sind. Erwachsen geworden erinnern sie sich dann mit Freude an ihre Kindheit und an die Geborgenheit ihrer Jugend. Dann greifen sie zu unseren Sammlerbären, die der Tradition und der Einzigartigkeit verpflichtet sind und gleichzeitig ihren Wert steigern. So ergänzen sich in idealtypischer Weise unsere Plüschtiere und unsere Sammlerbären: einmal Teddy Hermann, immer Teddy Hermann.

BärReport: Im Jahr 2000 haben Sie den Teddy Hermann Sammlerclub gegründet. Wie sind Sie mit seiner Entwicklung zufrieden?
Margit Drolshagen: Der Sammlerclub hat zwischenzeitlich für uns eine sehr große Bedeutung erlangt. Zunächst war unser Grundgedanke, mit diesem Instrument unseren Sammlern und Händlern mehr Einblicke in die Geschehnisse in unserer Firma zu gewähren, sie über alles auf dem Laufenden zu halten, was aktuell geschieht, aber auch die Vergangenheit unserer Bären näher zu beleuchten und zu erklären. Daraus entstanden sehr viele persönliche Kontakte zu unseren Sammlern, die wir bei persönlichen Treffen auch genießen und die uns auch helfen, unser Bärendesign im Sinn der Sammler zu entwickeln und zu pflegen.

BärReport: Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen für Ihr Unternehmen?
Marion Mehling: Die großen Herausforderungen sind die gleichen wie zu Großvaters Gründerzeiten. Auf die Veränderungen der Zeit die richtigen Antworten finden, neue Märkte erschließen, mit dem richtigen Design Kunden begeistern und weiterhin motivierte Mitarbeiter an sich binden, um dadurch den Bestand des Unternehmens zu sichern.

BärReport: Wenn Sie anlässlich des Jubiläums einen Wunsch frei hätten, wie würde er lauten?
Marion Mehling: Mein größter Wunsch ist es, dass wir auch in den nächsten hundert Jahren den Menschen Freude bereiten, so dass ihre Augen leuchten, wenn sie Bären und Plüschtiere von Teddy Hermann sehen und sich Geschichten erzählen, wie glücklich sie unsere Bären und Tiere machen.